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Grismo und die Königskerzenelfchen

Königskerzen
Die blühenden Königskerzen ...
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Königskerzen
Die unfallträchtige blaue Gartenbank ...
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Tristan
Tristan: Soviel Spielen macht hungrig ...
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Königskerzen
Wann kommen die Hummeln zu den Blüten? ...
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Grismo
Grismo: ich bin müde vom Spielen ...
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Grismo saß im oberen Teil des Gartens bei den gerade aufgeblühten Königskerzen in der Wiese und überlegte: „Wenn jetzt eine Hummel kommt und sich zu einer Blüte setzt, mache ich ein Krabbelspiel mit ihr.“ Grismo schaute an einer Königskerze hoch. „Na, Grismo, spielst du wieder?“, fragte ein Königskerzenelfchen und flog zu Grismo. „Lenk mich jetzt nicht ab, ich muss mich konzentrieren“, sagte Grismo mit vorgestelltem Schnurrbart. „Aber du hörst doch die Hummel brummen, da übersiehst du sie bestimmt nicht“, sagte das Königskerzenelfchen und setzte sich auf die Armlehne der blauen Gartenbank.
 
Grismo schaute zu dem Elfchen hinüber. Es hatte ein duftiges gelbes Kleidchen an und schulterlange rote Haare und war barfuss. „Hey, du hast ja rote Haare“, rief Grismo. „Ja, wir sind beide rothaarig“, sagte das Elfchen und lachte. „Somit sind wir ja besonders hübsch!“, sagte Grismo. „Da hast du recht, Grismo“, meinte das Elfchen und flog direkt vor Grismos rosa Nase. Jetzt bemerkte Grismo die besondere Augenfarbe des Elfchens. „Du hast ja grüne Augen, das habe ich noch nie bei einem Elfchen gesehen. Das sieht sehr hübsch aus“, sagte Grismo. „Es freut mich, dass dir meine grünen Augen gefallen. Deine bernsteinfarbenen Augen sind aber auch sehr schön und passen sehr gut zu deinem roten Fell“, sagte das Königskerzenelfchen. „Ja, findest du, meinem Frauerl gefallen sie auch so gut“, sagte Grismo geschmeichelt. „Das kann ich gut verstehen, dass sie deinem Frauerl gefallen“, sagte das Königskerzenelfchen und flog wieder zu den Königskerzen zurück und umflog mit den vielen anderen Elfchen die Blüten.
 
Da kam Tristan durch den Garten angelaufen. „Sind schon fliegende Krabbeltiere bei den Blüten?“, fragte Tristan und setzte sich neben Grismo in das Gras und schaute ebenfalls hoch zu den Blüten. „Nein, es sind noch keine Insekten bei den Blüten“, sagte Grismo. Da kamen ein paar weiße Schmetterlinge zu den Blütenspitzen und umgaukelten sie. „Das sieht aber hübsch aus, wie die Königskerzenelfchen in ihren gelben Kleidchen und die weißen Schmetterlinge die Königskerzen umkreisen“, schwärmte Grismo. „Da, da, sind Schmetterlinge, ich fang einen“, rief Tristan. Er stand auf und lief zur blauen Gartenbank. Er sprang hinauf und weiter auf die Lehne und schlug nach den Schmetterlingen. „Pass auf, dass du mit der Bank nicht umkippst, die steht nicht stabil“, sagte Grismo und schaute Tristan zu. „Ich passe schon auf“, sagte Tristan. In diesem Moment kippte die blaue Kunststoffbank nach hinten um und Tristan flog in hohem Bogen in die Königskerzen. Die Elfchen schrien vor Schreck und flogen auf. „Hast du dir weh getan, Tristan?“, riefen die Elfchen. Da kam Tristan aus dem Gebüsch und setzte sich hin. „Hast du dir etwas gebrochen?“, fragten die Königskerzenelfchen besorgt und umkreisten Tristan. „Nein, ich bin nicht verletzt und gebrochen habe ich mir auch nichts, es geht schon wieder“, sagte Tristan und schüttelte sich. „Weil du immer so ungestüm bist. Ich hab dir gesagt, du sollst aufpassen“, schimpfte Grismo. „Ich habe ja aufgepasst, dass ich nicht von der Bank falle. Ich wusste ja nicht, dass ich mit der Bank umfalle“, sagte Tristan zu seiner Verteidigung. „Hauptsache, du musst jetzt nicht zum Tierarzt, sonst müsste ich das Frauerl holen“, sagte Grismo und dachte dabei an das Fichtenelfchen, dass im Keller eingesperrt war. Tristan stand auf und setzte sich wieder neben Grismo in die Wiese und sie beobachteten gemeinsam die Insekten, die zu den Blüten kamen. Es wurde immer später und heißer. Da kam das Frauerl in den Garten und stellte vier volle Näpfe auf die Gartenmauer. „Kommt! Guti!“, rief das Frauerl. „Endlich gibt es was zum fressen“, sagte Grismo.
 
Er stand auf und lief, gefolgt von Tristan, über den Hang zur Gartenmauer, wo die Näpfe standen und begann gleich zu fressen. „Hhmmm! Truthahnpastete!“ sagte Grismo. „Ja, das ist super“, meinte Tristan. „Wo Tommy und Stanzi wohl wieder sind. Ich lasse für die beiden das Futter hier stehen. Sie werden schon kommen“, sagte das Frauerl und schaute in den Garten hinauf. „Die blaue Gartenbank ist ja umgefallen, na, so was! Habt ihr wieder so wild gespielt?“ fragte das Frauerl und ging in den oberen Teil des Gartens und stellte die Bank wieder auf. „Die Königskerzen sind aufgeblüht, da könnt ihr beiden ja mit den Hummel spielen“, meinte das Frauerl zu Grismo und Tristan, die gesättigt wieder zu den Königskerzen zurückkamen und sich vor ihnen in die Wiese setzten. Das Frauerl streichelte Grismo und Tristan, danach ging sie in das Haus zurück.
 
„Da ist eine Hummel“, rief Grismo und er schlug nach ihr. Dabei musste er sich strecken. „Ich hab sie verfehlt“, dachte Grismo. „Ein Schmetterling!“, rief Tristan aufgeregt und schlug nach ihm. Es war ein langes und lustiges Insektenspiel. Die Königskerzen wankten dabei wild hin und her. Die vielen kleinen Insekten, aber auch die Bienen, Hummeln und bunten Schmetterlinge flogen jedes Mal aufgeregt hoch und die Königskerzenelfchen umschwirrten lachend Grismo und Tristan. „Ich bin müde. Du kannst ja noch weiterspielen, Tristan. Ich mache jetzt eine Spielpause und schlafe ein wenig“, sagte Grismo. „O.K.!“ rief Tristan und hetzte einer grün schillernden Fliege nach.
 
Grismo ging über die Wiese, den Hang hinunter und legte sich zum Goldrandgras. „Das war ein lustiges Krabbelspiel“, dachte Grismo und er schlief entspannt ein.
 
 
Sandra Pflugbeil
 

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